Mittwoch, 31. Dezember 2008

Dieses Jahr zweitausendundacht - bald ises vorbei!

Ich liebte das Jahr 2008 weil...

...es Neues fuer mich brachte
....ich die 13 jahre schulberg ueberwunden hab, sogar sehr gut
....ich diesen Sommer bewusst und extrem viel Zeit mit meinen liebsten verbracht habe und eine Menge Spass hatte!
...ich mich fuer ein abenteuer vorbereiten musste
....christiane und joe es endlich geschafft haben zu heiraten
....ein neuer lebensabschnitt begonnen hat und ein alter endete
....ich mit meiner bewerbungsmappe fuers studium richtig professionell anfangen konnte
....ich Berlin mit meiner Familie sehr genossen habe
....ich viele neue Freunde gewonnen habe
....ich wunderschoene Seiten Schottlands entdecken und geniessen durfte
....endlich mal viel Zeit da war nach der SChule nix zu tun
....ich zum "ersten mal" mit meinem Papa seinen Geburtstag verbringen konnte.
....meine Freunde und ich eine kuhle Zeit in Holland hatten
....Gott mich so versorgt hat, sei es Freunde, Familie, Geld, Essen, Unterkunft
......dieses Jahr nie wieder so sein wird wie es war und es das so wertvoll macht
....es einfach ein einmaliges Jahr war, dass man nicht in ein paar Saetzen beschreiben kann
......Gott mich gefuehrt und geleitet hat und ich sehr dankbar dafuer bin! YEAH!!! DANKE MAN!!!

Ja und das naechste Jahr faengt gleich mal sehr spannend an mit einem ganz neuen, unglaublich abenteuerlichen Erlebnis, mit 6 Wochen Marokko!!

Ich danke euch, fuer alle die fuer unser Team beten und die mich unterstuetzen.Und wenn das Jahr schon so spannend und GENIAL beginnt, wird es wohl auch so werden und ich freue mich riesig drauf, was das Jahr 2009 so bringen wird!

Auch euch ein wunderbares Jahr 2009!! Es ist ein ganz besonderes JAHR!! :)

Samstag, 27. Dezember 2008

Eine etwas andere Weihnachtszeit







Wo soll ich da anfangen?? So eine gefuellte spannende Weihnachtswoche hab ich noch nie erlebt...
Es fing an mit einem sehr lustigen Weihnachts-Rock'n'Roll-Plaetzchen backen zu zweiundzwanzigst in einer relativ grossen Kueche, das in einer Mehlschlacht endete...
Alles, was ziemlich amerikanisch weihnachtlich typisch ist war dabei: "Kevin allein zu Haus" in Decken eingekuschelt und mit Popkornkruemmeln uebersaeht angeschaut, Lebkuchen-Pfefferhaus-Wettbewerbe veranstaltet (und unsres war natuerlich das schoenste, denn es hatte einen Garten und Mandarinen und einen Weg...) und nicht zu vergessen das von Tuer zu Tuer laufen zu zweiundzwanzigst, Weihnachtslieder singen (die man nicht kennt) und Plaetzchen verteilen, die viel zu suess sind, fuer meinen Geschmack. Eine Frau wollte uns etwas Gutes tun und etwas zurueck geben, so kam sie mit einer vollen Schale Zitronen und Birnen raus, wo wir uns dann im Gegenzug zu Plaetzchen halt ne Zitrone genommen haben.
Wir haben gewichtelt (Secret Santa) und ich habe 3 Stunden an meinem Geschenk gearbeitet, genaeht und geschnipselt, da ich jemanden ganz besonderes gezogen hatte, naemlich meine Zimmergefaehrtin JAZZ... und nach 3 stunden kam ein roter Hackisack heraus, der sie sehr gluecklich gemacht hat!
Da Weihnachten aber so eine besondere Zeit ist, wollten wir auch besonders sein und dienen, so sind wir an manchen Tagen einfach vor die Tuer gegangen, haben gebetet und ueberlegt wie wir den Menschen in unsrer Umgebung helfen oder dienen koennen und sind dann los, wurden in Haueser eingeladen, wo wir Menschen gluecklich machen konnten, indem wir Gartenarbeit (in dieser KAELTE AH!) verrichteten oder einfach mit ihnen erzaehlten, da sie sonst niemanden haben zum erzaehlen... dabei wurden wir dann oft mit einer heissen Schokolade oder einer schoenen warmen Suppe beschenkt... so waren alle gluecklich!!
Aber ich bin ehrlich, die Weihnachtszeit nicht zu Hause zu sein, war SEHR SCHWER!! Da sass ich manchmal schweren Herzens hier rum und dachte mir: Wie gerne waere ich zu Hause, gemuetlich mit allen, mit Freunden, mit meiner Familie mit EUCH!! Aber ich habe die Weihnachtszeit hier trotzdem sehr genossen!! :) Es war sehr schoen und einfach anders, aber schoen!
Am 25.12. Abends war dann unsre grosse Weihnachtsfeier, mit einem bunten Abend, leckerem Essen und einer schoenen Bescherung...
Die Woche beenden wir heute mit Dienen im Dorf und Schlittschuhlaufen heute Nachmittag in Glasgow! Das wird lustig!
Es war eine schoene Woche!! und DANKE GOTT fuer dein Geschenk an Weihnachten, fuer diese schoenen Zeiten, fuer die tollen Menschen und JESUS!





Sonntag, 14. Dezember 2008

Identitaet?

Gott wird mir meine neu zeigen, wieder herstellen und scheinen lassen. Zu oft habe ich mich ueber Kleidung, Meinungen, Farben, Verruecktheitsgraden oder der Gesellschaft, meiner Umgebung definiert...



...jetzt wo ich mich in drei Wochen (am 1. Januar) nach Marokko in eine sehr andere Kultur begebe und ich auf Kleidung, die Art und Weise wie ich mich kleide achten und vorsichtig sein muss, mein Piercing unsichtbar und mein Tattoo verschwinden lassen muss, da wir die Menschen da nicht erschrecken oder abschrecken wollen, war ich erst SEHR sauer und genervt: "Die sollen mich annehmen wie ich bin, es ist mir egal was die denken, das intressiert mich nicht... ICH BIN ICH, so wie ich bin, fertig! soll ein Piercing so ein grosses Problem fuer die sein??"
Ich hab mit Gott gestritten und diskutiert... EGO vs. GOTT... wer verliert da wohl? ;P
Ich habe es nicht verstanden, bis, nach langem drueber nachdenken und sauer und traurig und verzweifelt und verwirrt sein, die Antwort kam: "Inka, es geht dort NICHT um dich!! Es geht um die Menschen DORT!!"
WOW!!! BOM!! Das war ein Schlag ins Gesicht und oh, meine Augen waren geoeffnet... "STIMMT! Es geht nicht um mich... es geht nicht um MEINE Freiheit, es geht um die Freiheit der Marokkaner..."
Vor allem denke ich hier auch an die Freiheit der Frauen - welche Freiheit?? Sie haben kaum eine - gar keine!

Wie und woher soll ich wissen wie sich ein Vogel in einem Kaefig fuehlt, wenn ich niemals selbst drin gesessen habe? Wenn ich nicht einsehe mich reinzusetzen (weil es ja auch unsinnig waere das zu tun und bestimmt sehr laecherlich und bloed aussehen wuerde...) und mit aller Kraft versuche mir das vorzustellen - bringt nichts!!

Angst habe ich, dass ich nicht sein kann wer ich bin, oder wie ich denke zu sein... aber was ich entdeckt habe, ich habe nie wirklich realisiert wer, oder wie ich wirklich bin, da ich mich nie wirklich versucht habe mich ueber mich selbst, oder viel mehr Gottes Werte zu definieren... und wenn ichs versucht habe, bin ich oft gescheitert. (nicht einfach!)
Denn da kommen oft so Zweifel und Fragen wie: "Bin ich noch verrueckt und bunt und cool genug ohne diese Kleidung? Ohne Piercing? Ohne Bestaetigung und Bekraeftigung anderer Menschen? Ohne Farben, ohne die vielen kleinen Assecoirs?? Sieht man wie ich bin ohne mein aeusseres Anderssein? Ohne mein Tattoo?"

Ich bin gespannt auf die sechs Wochen in Marokko... ich bin davon ueberzeugt, Gott wird mir meine Identitaet neu zeigen und darlegen!!! Er hat mir das Bild eines Schmetterlings gezeigt... erst dachte ich: "Ein Schmetterling? Ich werd doch gar nicht so bunt und "schoen" oder flippig... oder wie auch immer man das nennt... aussehen koennen in Marokko...?!" aber gerade da meint Er: "DOCH!!! Genauso wirst du sein, denn genauso habe ich dich gemacht... du bist mein Schmetterling, voller Farben und wunderschoen!!

Also ich werde nicht in kompletter Umhuellung rumlaufen muessen... ;)
Ich musste mein Piercing minimieren... mein Tattoo muss ich staendig verdecken, also einen Schal tragen.. (es ist zum Glueck auch Winter dort, also wirds so 17-20 grad sein...)
Wir Maedels muessen Schultern, Ellebogen und Knie verdecken... denn die Schultern sind dort so attraktiv wie bei uns so manch intimeres... das heisst auch: NIEMALS die Schultern von Kerlen (nicht mal in unserem Team beruehren) oder vor allem fuer unsre Jungs: die sollten uns am besten NIEMALS beruehren.
Unter uns Maedels koennten wir das begrenzt tun, aber auch nicht zu lang...
Wir sollten lange lockere Kleidung tragen, also nicht haut eng... am Strand mit Kleidung baden.
Es wird sehr lustig und spannend... :)

ICH FREU MICH DRAUF!!!!

1. Januar bis 19. Februar werden wir dort sein, hauptsaechlich in Agadir (im Sueden) in einem oder mehreren Waisenhaeusern helfen und arbeiten...
Wir fliegen erst nach Spanien und werden nach 4 Tagen nach Marokko mit der Faehre rueber fahren.
In Spanien werden wir nochmal etwas geschult oder uns viel nochmal ueber das Land Marokko erzaehlt... wir lernen ein bisschen die Sprache um wenigstens hoeflich sein zu koennen...

ABENTEUER - hier bin ich!!

Montag, 8. Dezember 2008

The Road Not Taken... und Edinburgh


Es war wunderschoen, das Wochenende! und die Erinnerungen daran sind es immer noch... und es ist schwer. Es ist einfach schwer "tschuess" zu sagen... hier zu bleiben und was bleibt ist die moeglichkeit sich zu erinnern. "Auf WIEDERsehn!" werde ich aber sagen und mich freuen und wissen: es ist nicht fuer immer! YEAH!!

Zusammen in Edinburgh: laufen-laufen-gucken-staunen-pub-guinness-heisse schokolade-shops-bergauf-bergab-pub-thomas geniessen-inka geniessen-laufen-sitzen-kaufen-stehen-fotografieren-ueberlegen-spontan sein-sich freuen-reden-lachen-reden-laufen-trinken-essen-schlafen-bus fahren-laufen-laufen-sich uebereinander einfach freuen und nicht an das Morgen denken.

so ungefaehr sah das aus...
ich habe die Zeit sehr geniessen koennen mit meinem Thomas... wir haben viel erzaehlt und ich hab gemerkt, wie VERTRAUEN wieder so eine Sache ist, an die man immer wieder stoesst: Gott Vertrauen!!
Wohin geht das jetzt fuer uns? Welchen Weg sollen wir gehn, welche Richtung? Ist es das was wir wollen? sollen?

Es tut gut einfach zu entspannen und ueber all das nach zu denken... das kann ich hier gut und das tue ich-im Vertrauen!
Das Wochenende hat mir gezeigt, wie sehr ich Thomas ja doch vermisse und zu Hause... es hat mir gezeigt, mich zu entspannen in unbekannten Situationen und zu vertrauen und spontan zu sein und nicht immer machen zu muessen was man will und sich vorgenommen hat...

Es ist nicht leicht zu lernen und zu wachsen und sich zu aendern, aber es macht Spass und ist aufregend, es ist ein ABENTEUER, dem ich mit meinem KAMPFLAECHELN entegen treten will... HEHE...


The Road not taken
Robert Frost

Two roads diverged in a yellow wood,
And sorry I could not travel both
And be one traveler, long I stood
And looked down one as far as I could
To where it bent in the undergrowth;

Then took the other, as just as fair,
And having perhaps the better claim,
Because it was grassy and wanted wear;
Though as for that the passing there
Had worn them really about the same,

And both that morning equally lay
In leaves no step had trodden black.
Oh, I kept the first for another day!
Yet knowing how way leads on to way,
I doubted if I should ever come back.

I shall be telling this with a sigh
Somewhere ages and ages hence:
Two roads diverged in a wood, and I—
I took the one less traveled by,
And that has made all the difference.